Donnerstag, 24. September 2015

Das Sahnehäubchen zum Schluss ...

Abschlussbericht Pfaff Creative Sensation Pro mit Stickmodul

Das Sahnehäubchen dieser Testaktion für den Abschluss …

Bereits mit Beginn der Aktion Supertester hat ein jeder ein Auge auf alle zu erwartende Geräte geworfen und mit Freuden das eine oder andere Exponat erspäht. Und mit Sicherheit hat sich ein nicht unerheblicher Teil der Teilnehmer dieser Aktion -

an dieser Stelle ein riesiges
DANKESCHÖN
an Elmar und sein gesamtes Nähpark-Team -

auf die in diesem Bericht beschriebene Maschine gefreut. Ich nehme mich aus dieser Gruppe nicht heraus, denn auch ich hatte mich bei Übersendung der Pfaff Creative Sensation Pro gefreut wie ein Kleinkind an Weihnachten. Wer will es einem verdenken …

Und das Beste kommt erfahrungsgemäß zum Schluss. Aber ich will dem Bericht hier inhaltlich nicht vorgreifen. Im Übrigen konnte ich die Fragen aus meinem letzten Post zu meiner Zufriedenheit beantworten. Dabei hat mir ein Kommentar eine Frage bereits vorab beantwortet. Ganz lieben Gruß an Angie Du!!!

Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Ich habe mich aus reinem Eigeninteresse beim Testen auf die Stickerei beschränkt, da ich bei diesem Preis davon ausgehe, dass die Pfaff nähen kann. Und meine Mittesterinnen haben hierzu auch bereits vielerlei geschrieben.

Doch, wie gewohnt, der Reihe nach:

In Anbetracht der Umstände unserer örtlichen Veränderung entfällt das bisher notwendige „Hochwuchten“ ins erste OG. Da noch immer nicht alles seinen endgütigen Platz in der neuen Wohnung gefunden hat, haben wir uns dazu entschlossen, beide Pakete im Erdgeschoss verweilen zu lassen und einen auf dieser Ebene gelegenen Raum Zwecks Testung zu nutzen.


Der kleine Karton birgt das Rechenzentrum,
der große beinhaltet das ausführende Organ.


Auspacken und Aufbauen:

Nach dem Öffnen der Kartons geht so ein klein wenig der prickelnde Zauber der Erwartung flöten. Die Realität holt einen da schnell wieder ein. Denn in den Kartons befindet sich, auch wenn der Hersteller das vielleicht anders ausdrücken würde, „nur“ eine kombinierte Näh- und Stickmaschine.

Ok, eine Pfaff von edelster Güte. Aber bei objektiver Betrachtung ist auch ein Porsche oder ein Ferrari nur ein Auto, welches einen Nutzer trocken und zuverlässig von A nach B bringen soll!!!



Hier lauert das Kernstück.


Hier das Stickmodul.
Darunter sind die Rahmen, 3 an der Zahl.



Hier bereits montiert und illuminiert!!

Erster Kontakt:

Nach der Montage und Versorgung mit Strom durch Umlegen des Schalters beginnt die Maschine mit der Arbeit. Zunächst fährt das System hoch und am Ende dieses Boot-Prozesses signalisiert das Gerät mittels akustischer Untermalung und Entzünden des Lichterglanzes, dass der eigenen Kreativität nun nichts mehr im Wege steht (die eigenen Fähigkeiten mal ausgenommen!!)

Mein erster kreativer Versuch endete leider aufgrund der vorgerückten Stunde in einem mittleren Desaster. Da mich mein Team (die Hockfroschfrau!) anderweitig eingespannt hatte, kam ich erst sehr viel später am Abend zum Testen als ursprünglich geplant. Nein, ich mache meiner Frau keinen Vorwurf, dass sie mich mit Arbeit überschüttet hätte. Ich war es schließlich, der diese lieblich erbetenen Dienste so zeitraubend gestaltet hat und somit erst des nächtens beginnen konnte, das heiß ersehnte Gerät aus dem Hause Pfaff zu testen.

In der Uhrzeit, so zumindest meine Vermutung, und in der späten Stunde begründet, hatte ich dann eine leichte Konzentrationsschwäche bei der Ausübung der ersten Tests.

Das beiliegende Manual habe ich aus den genannten Gründen zunächst zielsicher zur Seite gelegt. Man kennt sich mit Stickmaschinen ja aus. Wozu dann lange im Gerätebegleitheft schmökern. Ist doch eh alles selbsterklärend!!

Naja, das Ergebnis dieser Nacht ließ mich an meinen Fähigkeiten zweifeln. Aber seht selbst.


Es lässt sich erraten, was es werden sollte.
Die Ursache für diese eklatante Fehlbedienung durch
den Tester verschweigen wir galant.

Testabbruch vorerst. Dies stellte sich an den Folgetagen als eine sehr gute Entscheidung heraus.
Denn später zeigten sich gänzlich andere Ergebnisse als die anfänglich erwirtschafteten.

Hier ein paar Beispiele:


Hierbei handelt es sich um den Anker aus dem Set „Aquarius“ aus dem Hause
„UrbanThreads.com“


Das Seepferdchen aus dem gleichen Set,
wieder „UrbanThreads.com“
Das Feuerzeug als Referenzwert zur Größe,
das Pferd misst knapp 30 cm in der Höhe.

Das Arbeiten mit der Pfaff Creative Sensation Pro mit Stickmodul geht mir nach kurzer Gewöhnungszeit bezüglich der Bedienung leicht von der Hand. Alle wichtigen Funktionen sind bei entsprechender geistiger Frische (nicht mitten in der Nacht beginnen!!) tatsächlich selbsterklärend.


Pro:
  • hohes Eigengewicht sorgt für entsprechende Laufruhe
  • sehr gute Ausleuchtung des Arbeitbereiches
  • problemloser Wechsel vom Nähen zum Sticken und umgekehrt, lediglich der Nähfuß müsste gewechselt werden. Das Stickmodul kann ohne Ausbau einfach zur Seite gefahren werden.
  • sehr gute Zubehörauswahl, 3 Rahmen (insgesamt bis 360 x 200 mm)
  • zusätzliche Klammern für zusätzlichen Halt auch in den größeren Rahmen
  • keine störenden Nebengeräusche
  • Schutzhülle für Maschine und Stickmodul separat
  • Stickmodul verfügt über Stauraum in Form eines gut bemessenen Klappfaches


Contra
  • bei dem Preis „nur“ ein mechanischer Einfädler
  • keine visuelle Darstellung der einzelnen Abschnitte beim Sticken. Man sieht leider nur das Gesamtergebnis
  • enormer Platzbedarf
  • recht hoher Preis

Fazit

Wo fang ich an, wo hör ich auf?? Zu dieser Maschine gibt es vornehmlich Gutes zu berichten. Den einen oder anderen angesprochenen Aspekt als Kritik könnte der Hersteller bestimmt als Anregung nehmen und eventuell überdenken.

Lange Rede – kurzer Sinn. Die Pfaff Creative Sensation Pro mit Stickmodul ist die teuerste Maschine der Testreihe und hat einen hohen Leistungsumfang, angefangen beim Zubehör und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Einziges wirkliches Manko ist und bleibt der finanzielle Hintergrund. Ob der vom Hersteller angegebene Preis gerechtfertigt ist, kann ich aufgrund der eigenen Testerei nicht sagen. Dazu fehlen mir die Einblicke, was mit der Maschine alles möglich ist.

Das was ich mit ihr machen wollte (die erste Nacht mal ausgenommen!!) hat sie ohne Murren gemacht. Das Seepferdchen mit einer Größe von knapp 30 cm mal 15 cm hat super in den Mega-Rahmen gepasst. Durch die zusätzlichen Klammern konnte der Rahmen auf der langen Seite den Stoff sehr gut halten und das Ergebnis war dem entsprechend. Zudem läßt sich für diese Maschine ein noch größerer Rahmen kaufen, so dass noch umfangreichere Stickereien kreiert werden können.


Wer also gewillt ist, den geforderten Preis von aktuell 7000 Euro zu zahlen, der bekommt ein ordentliches Paket „german engineering“.

Mit Abschluss dieses Berichtes endet leider auch die Testaktion „Supertester“ aus dem Hause Diermeier.


Ganz lieben Gruß



Euer Jörn
HFM (HockFroschMann)

Dieser Post steht im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier.
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt. Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung.

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