Donnerstag, 21. Mai 2015

Mutti zu Besuch

Testbericht zur Janome Skyline S5


Aus Fremden werden Freunde ...



Der sechste Testzeitraum:

In Erwartung einer vollwertigen Janome startete eine weitere Runde fleißiger Stoffverbinder. Anzumerken ist hier, dass in unserer Wohnung bereits ein kleiner Spross aus dem genannten Hause weilt. Unser Hockfroschkind hatte seinerzeit Kurzweil erfahren dürfen als die Hockfroscheltern, ins Beratungsgespräch vertieft, ihrem Erziehungsauftrag nicht so recht nachkommen konnten. Denn wir waren im Bann der Informationsgewinnung im Hause Diermeier. Und schnell hatte unsere kleine Kaulquappe eine Freundin gefunden. Unter fachkundiger Anleitung einer weiteren Beratungskraft konnte unsere kleine Quappe schnell erste Erfolge mit der Janome Sew Mini DeLuxe vorweisen, was uns natürlich aus Stolz um mindestens 3 Zentimeter wachsen ließ, also jeweils. Hier ein Familienbild beider Janomes. Kaum hatte ich die Skyline aus ihrem Reisedomizil geschält, lagen sich die beiden förmlich in den (Frei-)Armen. Ein sofortiges Schwätzchen der beiden war nicht zu unterbinden .... :-)



Nur zur Erklärung:
Skyline S 5 ist links und Sew Mini DeLuxe ist rechts.
Die große ist hier mehr so doch eher der väterliche Typ, begründet in der Farbe der Front



Das Auspacken und der Aufbau:

Das Auspacken erfolgt in mittlerweile gewohnter Manier:

Sichtung des Gerätes
Aufkleben des Retouren-Aufklebers auf den Karton (das erspart lästige Suchaktionen zum Ende der Testzeiträume)
Kopieren aller wichtigen Testunterlagen
und und und …

Bei dieser Tätigkeit (Auspacken) wird schnell klar, dass bei zu häufigem Verschicken einer Maschine das Material der Verpackung zwangsläufig zu leiden beginnt. In diesem Fall habe ich sofort erkennen müssen, dass die Styroporverpackung im Karton bereits gebrochen ist.



Fraglich ist hier nur, ob dies Folge einer ungezügelten Neugier
einer meiner Vortesterin ist oder ob hier ein übermotivierter inspektions-
williger Mitarbeiter aus dem Hause Diermeier zu forsch am Werke war!!!
Eine Klärung dieser Frage war meinerseits nicht möglich :-)


Zudem lässt merklich die Spannkraft der Außenhülle aus Papier/Karton zu wünschen übrig. Aber wem will man eine solche Materialermüdung verdenken. Sollte unsereins unablässig kreuz und quer durch die Republik geschickt werden, dann will ich gar nicht wissen, wie wir nach den ersten paar Tausend Kilometern aussehen würden. Ich denke, auch wir würden erheblich die „Flügel hängen lassen“!!



Aber zurück zum Entblättern der Janome:


Nachdem in meinem Beisein und durch mein Zutun die Gute ans Licht geholt wurde, offenbarten sich mir die ersten positive Aspekte:

ein schön groß bemessener Hebel zum Heben und Senken des Nähfußes
ein großer Freiarm mit einer guten Tiefe des Anschiebetisches
(Sicherlich hat man in der Zwischenzeit vereinzelt größere Tische erlebt, aber in dieser Preiskategorie sucht der Tisch vergeblich seinesgleichen!!)
nicht übermäßig schwer und dennoch stabil
der Unterspulenwechsel erfolgt von „Oben“
eine große Stich-Übersicht im Deckel
wichtige Bedienelemente als funktioneller Knopf an der Gerätefront
Die gut erkennbaren Anschlüsse sind ausnahmslos selbsterklärend. Alles miteinander verbunden und schon ist die Skyline S 5 betriebsbereit und durchaus gewillt, Großes zu vollbringen.



Arbeiten mit der Janome:

Mittels des seitlich platzierten und gut zugänglichen Kippschalters wird sie in Betrieb genommen. Eine Ablichtung desselben erspare ich mir an dieser Stelle. Ohne langes Hochfahren ist sie nach wenigen Augenblicken arbeitsfähig. Mit schnellen Handgriffen ist der Unterfaden auf die Spule gebracht. Im Vergleich zu anderen Maschinen ist die Janome hier aber noch ausbaufähig. Der Spulvorgang in der höchsten Geschwindigkeitsstufe ist auffallend langsam. Andere Fabrikate weisen hier ein wesentlich höhere Drehzahl und somit eine kürzere Spuldauer bei teilweise sogar größeren Spulen auf.

Erwähnenswert an dieser Stelle ist die gute Ausleuchtung des Arbeitsbereiches. Mittels LED-Technik wird alles Nötige gut illuminiert, so dass auch zu fortgeschrittener Stunde nach Sonnenuntergang und des Nächtens gearbeitet werden kann und man nicht mittels eigens aufgestellter Kerzen das gesamte Nähobjekt zu gefährden droht. Wäre doch schade drum ...

Der Unterfaden wird von oben in den Arbeitsbereich eingelassen und ist durch eine klare Kunststoffabdeckung gut sichtbar und mit ihm der noch verbleibende Unterfaden, was eine Abschätzung ermöglicht, ob der restliche Faden für das geplante Objekt oder Teilstück noch ausreicht.


Allein die Kunststoffabdeckung ist nicht mit auf dem Bild.



Der Oberfaden wird in bekannter Handhabung zur Verarbeitung eingelegt. Die Janome reiht sich in diesem Punkt wie alle anderen bisher getesteten Maschinen mit diesen auf einer Ebene ein.
Fehlt nur noch ein Arbeitsstück und los kann es gehen.


Aus den Anfängen dieser gesamten Testaktion lag hier noch eine bisweilen unvollendete Patchworkdecke. In Anbetracht des großzügig bemessenen Freiarms der Maschine erachtete ich diese als angemessen, dieses Projekt weiter voranzutreiben. Gesagt - getan.


Aufgrund der Dicke des Objektes, welches unter dem Nähfuß Platz finden sollte, war ich zunächst skeptisch, ob es denn eine gute Wahl war. Aber mit Leichtigkeit liess sich die voluminöse Decke unter dem Nähfuß arrangieren und mit einem ruhigen Lauf machte sich die Skyline an die Arbeit.

Eine wohltuende Laufruhe umgab mich und entrang mir so Meter um Meter an Naht. Gleichmäßig und sehr gradlinig verpflanzte die Maschine die Fäden in die Stoffschichten.


Hier ein ungefährer Überblick des Projektes „Patchworkdecke“



Dazu eine Detailaufnahme der Naht. Ich bin von dem Ergebnis der Maschine überzeugt.

Rein aus Neugier - ja, Tester können auch neugierig sein, wie weiter oben schon angedeutet!! - habe ich dann auch noch den einen oder anderen Zierstich ausprobiert. Auch diese Ergebnisse möchte ich Euch nicht vorenthalten:


Auch diese Resultate erachte ich für gut.


Pro und Kontra

Positiv aufgefallen sind:

  • die gute mechanische Umsetzung der Maschine, Stichwort Gewicht, großer Freiarm, Hebel und Knöpfe
  • die große Stich-Übersicht im Deckel
  • das Pedal ist sehr gut abgestimmt und sehr feinfühlig dosierbar
  • die hohe Laufruhe
  • die gleichmäßige Verarbeitung auch dickerer und voluminöser Objekte
  • das sehr gelungene Preis-Leistungsverhältnis


* * * * * * * * * * * * * * * * * *


Einziger negativer Aspekt:

  • die Aufspulgeschwindigkeit für die Unterspule


Fazit:

Die Janome Skyline S 5 hat mir sehr zugesagt. In Anbetracht des Kaufpreises von etwa 1000 Euro erwarten den Käufer viele Möglichkeiten, welche in einer guten Qualität umgesetzt werden können. Das Gerät ist solide verarbeitet, verfügt über eine gute Menüführung und stellt nach meiner Einschätzung ein sehr gutes Einsteigermodell dar. Von Haus aus bin ich zwar Verfechter und Freund der Firma Pfaff, aber wenn ich noch keine reine Nähmaschine hätte wäre dieses Exemplar auf alle Fälle mit in der engeren Auswahl.






Der nächste angekündigte Gast im Hockfroschhaus ist ein weiterer Vertreter aus dem Hause

Brother,

die
Innov-is VQ 2

In freudiger Erwartung werde ich mal wieder die Batterien unserer Funkklingel erneuern, um den Postboten nicht zu verpassen. Bekanntermaßen ist unsere Klingel ein Stromfresser, aber immer dann leer, wenn die Hockfrösche auf Post warten. Aber wir werden der leeren Batterien immer erst dann gewahr, wenn der Postmann einen Zettel mit der Bitte um Abholung am Folgetag im Kasten hinterlassen hat. Und diesen Umstand wollen wir gänzlich vermeiden, da dies immer Verzögerungen mit sich bringt.


In diesem Sinne

einen ganz lieben Gruß



Euer Jörn
HFM (HockFroschMann)



Dieser Post steht im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier.
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt. Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung.

Kommentare:

  1. Liebe Daniela,
    vielen dank für deinen lieben Kommentar auf meinem Blog. Nähmaschinentester ist ja sicher etwas feines. Früher gabs für mich nur Pfaff, heute habe ich seit knapp 1 Jahr eine Bernina780. Ein tolles Teil. Ich wünsche dir im Kreis deiner Familie ein sehr schönes Pfingstfest.

    Liebe Grüße
    Marita

    AntwortenLöschen
  2. toll, ihr habt mit euerer testerei ja ganz schön zu tun, aber immer lese ich gerne die deine berichte zu den einzelnen modellen. ich habe seit einiger zeit die janome MC350E im sinn, vor allem wegen des tollen stickprogrammes... aber erst einmal ist es nur in meinem kopf... also, ich werde hier weiter verfolgen was du uns so zeigst. ich wünsche dir und deiner familie schöne pfingsttage, liebe grüsse von der insel rügen, mandy die hummelellli

    AntwortenLöschen