Sonntag, 26. April 2015

Eine Runde weiter ...

Abschlussbericht Bernina B 580







Die Bernina B 580 bei uns ...






Mit Beginn dieser weiteren Testrunde wurde uns ein neues Liebhaberstück zwecks Testung im Alltag zur Verfügung gestellt. Wie der Überschrift zu entnehmen ist handelt es sich hierbei um die


Bernina B 580.



Ich weiss nicht, ob die erste Bernina (B 750 QE), mit der für uns die gesamte Aktion in unserem Hause begann, ihrer Schwester (B 580) von uns erzählt hat, aber unser aktueller Gast hat sich genau so bei uns eingefügt, wie die erste Bernina sich verabschiedet hat.






Das Interessante an dieser Schwester (B 580) aus der Schweiz ist der Umstand, dass es sich bei ihr um eine kombinierte Näh- und Stickmaschine handelt. Buchstäblich kommt sie, ihrer Natur als „zweiwertiges“ Gerät entsprechend, als Doppelpack daher, will sagen, dass zu Testrundenbeginn zwei Kartons in den Arbeitsbereich zu tragen waren. Aber auch dieses Unterfangen wurde problemlos bewältigt.






Voller Vorfreude wurden die Kartons geöffnet ...









Das Auspacken und Aufbauen:
Zunächst widmeten wir uns dem großen Karton. Beim Öffnen erkennen wir, dass sich hier das Herzstück dieser Kombi-Maschine befindet. Schnell wird sie entblättert und auf dem Arbeitstisch platziert, und schon steht dort nach einfachem Anschluss aller notwendigen Kabel ein qualitativ hochwertiges Gerät für kreative Köpfe. Wie schon ihre Schwester von der ersten Testrunde hat auch diese Vertreterin aus dem Hause Bernina einen enormen Anschiebetisch, der keine Wünsche offen läßt.



Ein kurzer Handgriff und der Tisch ist entfernt. Denn der zweite Karton wartet auf Entpackung:



Gesagt - getan.



Deckel auf, und schon kommen die wichtigen Dinge zum Sticken ans Licht: Das Stickmodul, einfach anzustecken und in Betrieb zu nehmen. Dann die beiden im Lieferumfang enthaltenen Stickrahmen, einer oval einer quadratisch.
Und da die Neugier siegt, wird zunächst die Variante Stickmaschine gestestet.


Hier die Vorderseite beim Hochfahren des Systems.




Hier die Rückseite mit montiertem Stickmodul.




Arbeiten mit der Bernina:



Nähen ...



Die B 580 steht ihrer Schwester der B 750 QE (Quilters Edition) in nichts nach. Stichbreite und Stichlänge sind einfach mittels Drehknopf stufenlos justierbar.



Die Menüführung ist ebenfalls einfach aufgebaut. Auch der Quiltfuß, der mich schon bei unserem ersten Gast aus dem Hause Bernina begeisterte, liegt dem Zubehör bei und verzaubert aufs Neue.



An dieser Stelle verweise ich dezent auf meinen Post zur Bernina B750 QE.



Sticken:



Ein Bild des montierten Stickmoduls habe ich ja schon beigefügt. Auch hier ist die Bedienung denkbar einfach.



Wir haben jetzt den Vorteil, dass wir bereits eine reine Stickmaschine, die Brother Innov-is V3, unser eigen nennen. Und allein aus Neugier werden sämtliche Ergebnisse mit der Bernina an den uns bereits bekannten Ergebnissen und Erkenntnissen mit der Brother gemessen.



Die Handhabung der Schweizerin ist sehr ähnlich wie bei unserer V3. Einlesen von Stickdateien über USB-Stick ist unproblematisch. Schritt für Schritt entsteht dann das gewünschte Motiv.



In unserem Fall haben wir uns für eine Stickdatei von Tinimi entschieden. Die Datei „Champion“ haben wir für einen direkten Vergleich auf gleichem Stoff mit gleichem Garn diese Datei je einmal auf der Bernina und einmal auf der Brother gestickt. Hier beide Ergebnisse:




Bernina B 580 links und Brother V 3 rechts




Auf den ersten Blick erscheinen beide Ergebnisse gleichwertig zu sein. Bei genauerer Betrachtung allerding erkennt man bei der Bernina-Version ein etwas gröberes Stichbild:






Am „H“ und am „L“ sind Schwächen erkennbar


Hier das Ergebnis der Brother V 3:
















Fazit:



Ich halte die Bernina B 580 für einen gelungenen Kompromiss zwischen Nähen und Sticken, mit der man beides in angemessener Qualität umsetzen kann. Jedoch bin ich der Auffassung, dass ein Kompromiss immer mit Abstrichen auf beiden Seiten verbunden ist.
Somit bin ich der Auffassung, dass über 4.000,- Euro ein doch recht hoher Preis sind. Mit dem Betrag kann man nach meiner persönlichen Einschätzung besser zwei Maschinen erwerben, die dann für sich betrachtet jeweils gut nähen oder sticken können. Zudem hätte das den Vorteil, dass zwei Personen gleichzeitig arbeiten könnten.
Es gibt Maschinen zu kleineren Preisen, die ein vergleichbares Ergebnis hervorbringen. Und bei zwei Geräten wäre die jeweilige Spezialisierung, Nähen oder Sticken, dann vermutlich auch zielstrebiger.
Aber wer beides in einer Maschine wünscht und gewillt ist, die gut 4.000,- Euro aufzuwenden, kann mit der Bernina B 580 gute Ergebnisse erzielen. Die Möglichkeiten sind mit diesem Gerät aufgrund der Kombination von Nähen und Sticken sehr weit gefasst.



Der kommende Begleiter ist aus dem Hause Janome. Ich erwarte die Skyline S 5. Da ich noch keine Maschine aus dieser Maschinen-Schmiede in den Fingern hatte, bin ich sehr neugierig.



Alles Nähere dann in Bälde


Ganz lieben Gruß

Euer Jörn
HFM (HockFroschMann)


Dieser Post steht im Zusammenhang mit der Aktion Supertester vom Nähpark Diermeier.
Im Rahmen dieser wurde mir die o.g.Nähmaschine zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt. Es handelt sich somit um einen Werbepost, da ich Werbung für den nähPark und die vorgestellte Maschine mache. Der nähPark nimmt aber keinerlei Einfluss auf die Art der Berichterstattung und die dargestellte Meinung. Es handelt sich um meine persönliche Meinung.

Kommentare:

  1. Lieber HockFroschMann,
    die Idee, sich für das Geld gleich 2 Maschinen hinzustellen, die eben jeweils eine Aufgabe gut beherrschen, ist bestimmt nicht verkehrt.
    Wer aber nur einen begrenzten Platz zur Verfügung hat, für den sind solche Multigeräte der reinste Segen. :-)
    Lieben Gruß
    Angie

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  2. Hallo Angie, ich gebe Dir völlig recht, dass man bei einem begrenztem Platzangebot abwägen sollte, ob es zwei Maschinen oder nur eine wird. Für die Hockfroschfamilie kommt aber ja noch der Aspekt hinzu, dass bei uns wirklich alle dem Nähwahn verfallen sind. Und wenn da nur eine Maschine bei drei Nähwütigen zur Verfügung stände, dann wäre hier "Hollan in Not". Und somit ist jeder gehalten, die eigene Situation zu beurteilen, um eine Entscheidung für sich zu treffen. Lieben Gruß, HFM

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